Viele Hobbygärtner fragen sich: Macht eine Bodenuntersuchung wirklich Sinn? Erfahrene Gärtner antworten ohne zu zögern: Ja, absolut! Eine Bodenanalyse ermöglicht es, die Eigenschaften des Bodens zu verstehen und seine Kondition zu bewerten.

Dank der Ergebnisse kann ein effizienter Düngeplan erstellt werden, was sowohl zu höheren Erträgen als auch zu gesünderen Pflanzen führt. Angesichts steigender Düngerpreise hilft die Analyse zudem, nur die wirklich benötigten Mengen einzusetzen – das spart Geld. Doch warum lohnt es sich sonst noch, den Boden zu untersuchen und welche Daten lassen sich gewinnen?

Warum ist eine Bodenanalyse so wichtig?

Die Fruchtbarkeit des Bodens ist ein entscheidender Faktor für Qualität und Menge der Ernte. Häufig werden Pflanzen jedoch falsch gedüngt: Zu wenig schwächt das Wachstum, zu viel blockiert die Aufnahme bestimmter Nährstoffe. Nur eine bedarfsgerechte Düngung bringt die gewünschten Ergebnisse – und dafür muss man zuerst die tatsächlichen Bedürfnisse von Boden und Pflanze kennen.

Die wichtigsten Vorteile einer Bodenanalyse:
🌎 Präzise und optimale Düngung – ermittelt den genauen Nährstoffbedarf des Bodens und verhindert Unter- oder Überdüngung.
🌎 Geeignete Pflanzenwahl – Bodenart und pH-Wert helfen, die passenden Arten für deinen Garten auszuwählen.
🌎 Bodenverbesserung – Wissen über die Struktur (z. B. schwer, lehmig, sandig) erlaubt gezielte Verbesserungen.
🌎 Geld sparen – nur die wirklich benötigten Dünger einsetzen.
🌎 Probleme vermeiden – regelmäßige Analysen zeigen Mängel oder Überschüsse, bevor sie Pflanzen schaden.
🌎 Umweltschutz – verhindert Überdüngung und Grundwasserverschmutzung.

Welche Informationen liefert eine Bodenanalyse?
🌎 pH-Wert – zeigt, ob der Boden sauer, neutral oder alkalisch ist, entscheidend für die Nährstoffaufnahme.
🌎 Makro- und Mikronährstoffe – Gehalt an Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium sowie Eisen, Bor, Kupfer, Zink und Mangan.
🌎 Kalkbedarf – zeigt, ob der pH-Wert angehoben werden muss.

Wie oft sollte der Boden untersucht werden?
Mindestens einmal alle 4 Jahre – das ist eine allgemeine Empfehlung, um den Zustand des Bodens zu überwachen.
Besser öfter, wenn: der Boden schwach ist; intensives Düngen oder Bewässern erfolgt; oder wenn der Boden starken Niederschlägen ausgesetzt ist, die Nährstoffe auswaschen könnten.

Wie kann man den pH-Wert messen?
Mit einem einfach zu bedienenden pH-Testset, z. B. dem Bopon-Boden-Testset.
Damit lässt sich schnell der pH-Wert im Garten, auf dem Rasen oder im Topf überprüfen. Dieses Wissen hilft, den pH-Wert an die Bedürfnisse der Pflanzen anzupassen oder die besten Pflanzen für die Bedingungen im Garten auszuwählen.