Die Methode des „Winter Sowing“ (Wintersaat) besteht darin, Samen im Winter in transparente Behälter wie Plastikflaschen oder Kunststoffboxen auszusäen und diese anschließend ins Freie zu stellen. Die Behälter wirken wie kleine Gewächshäuser: Sie schützen die Samen vor extremen Witterungsbedingungen und ermöglichen gleichzeitig eine natürliche Kältephase, die die Keimung fördert.

Welche Samen eignen sich für Winter Sowing?

Am besten geeignet sind Samen von Pflanzen, die kälteverträglich sind und in der Natur eine Stratifizierung (Kälteperiode zur Keimung) durchlaufen:

  • Mehrjährige Blumen (Stauden), z. B. Sonnenhut (Echinacea)

  • Kältetolerante einjährige Blumen, z. B. Ringelblume, Levkoje, Kornblume

  • Kälteresistente Gemüsearten, z. B. Spinat, Grünkohl, Salat

🌸 Wann wird die Wintersaat durchgeführt?
Der beste Zeitraum für Winter Sowing liegt zwischen Ende Dezember und Februar, wenn die Tage langsam wieder länger werden.

🌸 Die wichtigsten Regeln für die Wintersaat:

  • Behälter auswählen: Verwende transparente oder halbtransparente Gefäße wie Plastikflaschen, Lebensmittelboxen oder Töpfe. Sie sollten Drainagelöcher im Boden sowie kleine Lüftungsöffnungen oben haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und Luft zirkuliert.

  • Substrat vorbereiten: Fülle die Behälter mit Anzuchterde und lasse oben etwa 2–3 cm Platz. Das Substrat sollte feucht, aber nicht nass sein.

  • Samen aussäen: Verteile die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche und halte die empfohlenen Abstände sowie die Saattiefe der jeweiligen Pflanzenart ein.

  • Behälter schließen: Verschließe die Gefäße (z. B. mit Klebeband oder Gummibändern), sodass innen ein stabiles Mikroklima entsteht. Die Lüftungsöffnungen müssen frei bleiben.

  • Im Freien aufstellen: Stelle die Behälter an einen sonnigen, windgeschützten Ort. Bei Bedarf können sie mit Steinen oder Ziegeln gegen Umkippen gesichert werden.

🌸 Pflege der Keimlinge

  • Feuchtigkeit kontrollieren: Beschlagene Wände zeigen ausreichend Feuchtigkeit an. Falls nötig, vorsichtig über die Lüftungsöffnungen nachgießen.

  • Umpflanzen: Wenn im Frühjahr keine Frostgefahr mehr besteht und die Jungpflanzen kräftig genug sind, können sie an ihren endgültigen Platz im Garten gesetzt werden.

Mit der Methode der Wintersaat erhältst du robuste, abgehärtete Pflanzen, die sich im Garten besser entwickeln. Zudem ist sie kostengünstig, platzsparend und umweltfreundlich, da sie vorhandene Materialien und natürliche Wetterbedingungen nutzt.