Im Winter benötigen Zimmerpflanzen besondere Aufmerksamkeit, da viele von ihnen in der Wohnung nicht vollständig in die Ruhephase gehen – einige treiben neue Blätter, andere blühen sogar. Daher ist es wichtig, die Pflege an ihre spezifischen Winterbedürfnisse anzupassen.

Luftfeuchtigkeit
Eine der wichtigsten Maßnahmen ist, für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Heizungsluft trocknet die Raumluft aus, was vielen Pflanzen schadet, da sie höhere Feuchtigkeit benötigen als der menschliche Komfortbereich von 40–60 %. Hilfreich sind Luftbefeuchter, regelmäßiges Besprühen der Blätter oder das Aufstellen der Töpfe auf Schalen mit feuchten Steinen. Ein Hygrometer hilft, die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren.

Gießen
Im Winter wachsen Pflanzen langsamer und benötigen weniger Wasser. Vor dem Gießen sollte stets die Bodenfeuchtigkeit geprüft werden. Bei trockenem Substrat vorsichtig mit abgestandenem, weichem Wasser gießen. Staunässe unbedingt vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann.

Standort
Da die Tage kürzer sind, sollten Pflanzen möglichst nahe an nach Süden ausgerichteten Fenstern stehen. Lichtliebende Arten können zusätzlich mit Pflanzenlampen unterstützt werden. Beim Lüften sind Pflanzen vor Zugluft und kalter Luft zu schützen.

Blätter reinigen
Staub auf den Blättern blockiert Licht und reduziert die Fotosynthese. Regelmäßiges Abwischen mit einem feuchten Tuch hält die Blätter sauber, unterstützt die Gesundheit der Pflanze und verbessert ihr Aussehen.

Düngung im Winter
Viele Pflanzen wachsen auch in der Wohnung im Winter weiter und können Nährstoffunterstützung benötigen. In diesem Fall in kleineren Dosen düngen oder die Intervalle verlängern. Beobachte die Pflanzen genau und passe die Düngung ihren Bedürfnissen an.

💡 Fazit:
Die Winterpflege von Zimmerpflanzen umfasst angepasstes Gießen, Luftfeuchtigkeit, Licht und ggf. Düngung. Saubere Blätter und Schutz vor Kälte sorgen dafür, dass die Pflanzen gesund bleiben, schön aussehen und im Frühjahr kräftig weiterwachsen.